
MOERS. Mehr als 120 Gehörlose informierten sich jetzt bei der Sparkasse Moers über die Einführung des Euro. Organisiert hatten die Veranstaltung die Pfarrerin Monika Greier-Morck und der gehörlose Bäckermeister Jupp Hanio. Für Wilhelm van gen Hassend, Leiter des Vorstandssekretariates, der bereits zahlreiche Gruppen mit den Hintergründen und Einzelheiten der neuen Währung vertraut gemacht hatte, war es das erste Mal, daß ihm eine Gehörlosen-Dolmetscherin zur Seite stand.
Abweichend von früheren Veranstaltungen in Seniorenheimen oder Altentagesstätten könnte van gen Hassend diesmal bereits nagelneue Münzen und Scheine zeigen. Eingehend betrachteten die Teilnehmer der rund eineinhalbstündigen Veranstaltung das neue Zahlungsmittel. Jeder Schein wurde mehrfach gewendet und gegen das Licht gehalten, die Münzen ausgiebig in der Hand gewogen.
Umtauschen konnte der Sparkassen-Mitarbeiter trotz vielfachen Wunsches noch kein Geld. An Privatkunden darf die neue Währung erst ab dem 17. Dezember in sogenannten Starterkits ausgegeben werden. Diese haben beim festgesetzten Umtauschkurs von 1,95583 einen Wert von 20 Mark. das sind 10,23 Euro. Die Sparkasse Moers hat davon 100.000 Stück für ihre Kunden bestellt. Eindringlich warnte van gen Hassend davor, vorher bei dubiosen Besuchern an der Tür Euros einzutauschen. Es könne sich dabei nur um Falschgeld handeln.
Um langes Anstehen zu Beginn des nächsten Jahres zu vermeiden, empfahl van gen Hassend, gehortete Bargeldbeträge frühzeitig auf das Girokonto einzuzahlen. "Dort passiert der Umtausch in Euro nämlich ganz automatisch." Abgesehen davon bleibt die Mark noch bis zum 28. Februar 2002 gesetzliches Zahlungsmittel. Jedes Geschäft und auch Busfahrer nehmen die DM noch zwei Monate nach dem Jahreswechsel an. Danach tauscht sie jede Sparkasse und Bank ein. "Es gibt also keinen Grund, alles Geld am 1. oder 2. Januar umzutauschen", so Wilhelm van gen Hassend.

MOERS. Wie sieht sie aus, unsere Energieversorgung im Jahre 2050? Die abschließende Podiumsdiskussion der 14. Universitätswochen in der Sparkasse Moers mit Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ließ bei aller Unterschiedlichkeit der Standpunkte eine klare Tendenz erkennen. NRW-Staatssekretär Jörg Hennerkes, Dr. Kora Kristof vom Wuppertalinstitut, Professorin Angelika Heinzel und RWE-Vorstand Dr. Gerd Jäger gehen davon aus, daß die Versorgung der Bevölkerung mit Strom und Wärme in der Zukunft dezentral und auf der Basis einer Mischung unterschiedlicher Energieträger passieren wird.
Die Moderation des Expertengespräches zum Dachthema der diesjährigen Universitätswochen hatte diesmal Bernd Müller vom WDR übernommen. Im zeitlichen Rahmen einer 90minütigen Sendung fragte der Fernsehmann die Podiumsgäste nach ihren persönlichen Favoriten unter den Energieträgern und regte sie zu engagierter Rede und Gegenrede an. Bevor er zu einer lebhaften Diskussion mit dem Publikum aus rund 250 interessierten Zuhörern überleitete, entlockte er jedem von ihnen noch einen visionären Blick in zukünftige Energiewirtschaft.
"Unsere Strom- und Wärmegewinnung wird sich noch viele Jahre auf die herkömmlichen Träger wie Kohle, Gas und Kernenergie stützen", so Dr. Jäger. Und das, obwohl der RWE-Konzern, einer der größten deutschen Energieversorger, mittlerweile dreistellige Millionenbeträge in die Forschung und Entwicklung zur Nutzung nachhaltiger Energieträger wie Sonne, Wasser, Wind und Biomasse investiert. In der Energiebilanz zieht das RWE bislang nur rund fünf Prozent seines ins Netz eingespeisten Stromes aus erneuerbaren Energieträgern. Jäger: "In der Hauptsache ist das Wasser."
Dr. Kora Kristof, die beim Wuppertalinstitut die Abteilung Energie leitet, rief dazu auf, die konsequente Einsparung von Strom und Wärme in zukunftsweisende Szenarien miteinzubeziehen. Derzeitige Überlegungen zur Zukunft der Energieversorgung seien noch viel zu stark von einem technokratischen Verbrauchsdenken geprägt.
Professorin Heinzel brachte aus ihrem Duisburger Forschungsinstitut die neuesten Erkenntnisse zum vielversprechenden Energiewandler Brennstoffzelle mit. Ihre Technologie der Gewinnung von Strom und Wärme aus Wasserstoff ohne schädliche Emissionen könnte die Welt revolutionieren. Doch noch fehlt es an einem umweltschonenden Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff, und auch die Produktionskosten kleiner Blockkraftwerke für den hauseigenen Keller liegen noch über dem Zehn- und 20fachen herkömmlicher Anlagen.
Immer wieder richtete sich der Blick auf Staatssekretär Hennerkes und damit auf die Rolle der Politik. Hennerkes: "Wir haben ganz klar die Aufgabe, die notwendigen gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen." Seine Vision: "Ich sehe zukünftige Energieversorgung als Puzzle. Es besteht aus traditioneller Energiegewinnung aus Braun- und Steinkohle, setzt auf moderne Technologie zur Steigerung von Effizienz und bezieht zunehmend stark erneuerbare Energien mit ein."
Sparkassendirektor Hartmut Schulz bezeichnete die 14. Universitätswochen als Erfolg. "Wir haben es gemeinsam mit der Universität Duisburg wieder geschafft, interessante Informationen zu einem wichtigen Thema in ein öffentliches Forum zu bringen und zur Diskussion anzuregen."
Das Thema der 15. Universitätswochen im nächsten Jahr steht noch nicht fest.

MOERS. "Das ist unvergleichlich in Nordrhein-Westfalen." In einer Pressekonferenz in der Sparkasse erinnerte Helga Goer jetzt an die Anfänge der Penguin’s Days. Seit 1993 fand das "Theater ohne Smoking", das sich insbesondere an Kinder und Jugendlicher wendet, über 24 000 Besucher.
Die kommissarische Leiterin des Kulturamtes unterstrich, daß die seinerzeit vom Innenministerium angeschobene Theaterreihe in keiner Stadt so lebendig geblieben sei wie in Moers. Im Vorfeld des zehnjährigen Bestehens bieten bereits die neunten Peguin’s Days, die am 8. November begannen, ein ausgedehntes Programm.
Beziehungskiste
Zum Thema "Beziehungen - Beziehungskiste" sind neun Inszenierungen im Kulturzentrum Rheinkamp, in der Geschwister-Scholl-Schule oder im Schloßtheater zu sehen. Der mutige Bogen spannt sich von Freundschaft und Liebe bis zu sexuellem Mißbrauch. Letzterer spielt im Stück "Vorsicht, zerbrechlich" der Kultur-Company Bochum die unerfreuliche Rolle. Mit Blick auf die notwendige pädagogische Begleitung hat es dazu bereits eine Informationsveranstaltung mit Vertretern der 19 Moerser Grundschulen gegeben.
Das Plakat zu den Penguin’s Days wurde wieder von dem Illustrator Kai Pannen entworfen, der auch Einblick verschaffte in ein neues Internet-Angebot mit der lustigen Symbolfigur (www.penguinsyear.de) . Die Fan-Gemeinde der Pinguin-Familie kann diese in allen Lebenslagen begleiten und mit ihr gemeinsam künftig den Adventskalender öffnen oder Ostereier suchen.
Es gibt viele Informationen auf den Internet-Seiten, so auch zum Namensgebungs-Wettbewerb für den Pinguin oder zu den Postkarten-Sets, die sowohl elektronisch zu bestellen als auch bei der Stadtinformation Moers zu erhalten sind. Links zum städtischen Internet-Angebot vermitteln Informationen zu den Stücken, die seit 8. November (den Auftakt machte in der Geschwister-Scholl-Schule "Das Herz des Boxers") zu sehen sind. Die inhaltliche Vorauswahl traf insbesondere Karin Derks, Leiterin des TiM-Theaters.
Signierstunde
Der Kundenkalender 2002 der Sparkasse Moers, die seit Anbeginn die Theaterreihe finanziell unterstützt, steht mit Blick auf das Jubiläumsjahr unter dem Titel "Penguins Year". Auflage: 22 000 Stück. Er ist zur Zeit erhältlich. Zu den lustigen Pinguin-Motiven, die allmonatlich wechseln, können Fans im Internet eigene Geschichten erfinden. Am Weltspartag, 30. Oktober, 13 bis 14 Uhr, war Illustrator Kai Pannen zu einer Signierstunde zu Gast im Kreditinstitut.
Marketing-Direktor Manfred Falz machte zudem auf eine Ausstellung mit Original-Zeichnungen Pannens aufmerksam, die bis zum 7. Dezember in der Kundenhalle am Ostring besucht werden kann.

MOERS. Einmal im Jahr haben Spardosen Ausgang. Anläßlich des insgesamt 77. Weltspartages brachten auch diesmal wieder zahlreiche Kinder aus dem Geschäftsgebiet der Sparkasse Moers ihre Spardose in eine der 32 Geschäftsstellen.
Bis zum späten Nachmittag schrieben die Kassiererinnen und Kassierer Beträge von mehreren zehntausend Mark
auf denSparbüchern gut. Als Anerkennung und kleines Dankeschön bekamen die Kinder in diesem Jahr ein schwarzes Plüschschaf geschenkt.

ALPEN. An jedem ersten Dienstag im Monat treffen sich die Senioren in Bönninghardt zum Klönen und Kuchenessen. "Meistens laden wir auch eine Fachfrau oder einen Fachmann zu einem interessanten Thema ein", sagt Maria Kaenders, die den Seniorenkreis gemeinsam mit fünf weiteren Ehrenamtlichen betreut. Diesmal hörten die rund 50 regelmäßigen Besucher des JuBo-Heimes von Karl-Heinz Pilling, Filialdirektor der örtlichen Geschäftsstelle der Sparkasse Moers, Neuigkeiten zum Thema Euro.
Wenn man nun davon spreche, daß der Euro kommt, so sei das nicht ganz richtig, sagte Pilling: "Er ist doch schon da!" So ist es seit dem 1. Januar 1999 möglich, Konten in Euro zu führen. Seither führte allein die Sparkasse Moers rund 200.000 Einzelaufträge in Euro aus.
Gesetzliches Zahlungsmittel wird der Euro jedoch erst ab dem 1. Januar 2002 sein. Pilling lud die Besucher des Bönninghardter Seniorenkreises ein: "Ihre Schlafmünzen können sie aber schon viel früher los werden. Wenn sie die auf ihr Konto einzahlen, dann werden sie am Ende der Silvesternacht automatisch zum Kurs von 1,95583 zu eins in Euro umgerechnet." Interessiert fragten die Zuhörer nach, wann sie denn die ersten Münzen bekommen könnten. Pilling: "Ab dem 17. Dezember erhalten sie in all unseren Geschäftsstellen sogenannte Starter-Kits." Diese enthalten Euro- und Centmünzen im Gegenwert von 20 Mark. Bezahlen kann man damit allerdings erst ab dem 1. Januar 2002.
Scheine wird es für die Kunden erst am dem 1. Januar geben. Der Großteil der Geldautomaten der Sparkasse Moers wird ab den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2002 Euros auszahlen. Mit dem Umtausch der D-Mark-Restbestände im Portemonnaie könne man sich jedoch noch bis zum 28. Februar 2002 Zeit lassen. "Bis dahin kann man überall noch mit der Mark bezahlen", so Pilling.
Eindringlich warnte Pilling davor, bei dubiosen Besuchern an der Tür Euros einzutauschen. Es könne sich dabei nur um Falschgeld handeln. Noch habe niemand Euro-Scheine. Wegen der großen Betrugsgefahr im Zuge des Währungsumtausches habe sich die Bundeszentralbank entschieden, die Sicherheitsmerkmale des Euros bis kurz vor Beginn der Ausgabephase geheim zu halten.
Angeregt diskutierten die Besucher des JuBo-Heimes nach dem knapp einstündigen Vortrag. Sie nutzten zudem die Gelegenheit, weitere Fragen mit dem Euro-Experten zu klären.
Wer eine Informationsveranstaltung zum Euro in seiner Gemeinde oder seinem Verein organisieren möchte, erhält dazu unter der Rufnummer 02841 / 206 - 387 bei der Marketing-Abteilung der Sparkasse Moers weitere Informationen.

KREIS WESEL. Im Schulterschluß haben sich die örtlichen Sparkassen Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg wieder in "Start-Up" eingebunden, Deutschlands größten und erfolgreichsten Wettbewerb für Existenzgründer. Er wurde von den Sparkassen, der bekannten Unternehmensberatung McKinsey sowie der Illustrierten "Stern" 1997 ins Leben gerufen. Die neue Runde, die insgesamt fünfte seit Beginn des Wettbewerbs, startete Anfang September.
Um eine größere Zielgruppe gerade auch bei Gründungen kleineren Volumens zu erreichen, wurde neben dem bislang bekannten und diesmal "Start-Up-Classic" genannten Wettbewerb zusätzlich die Variante "Start-Up-Basic" entwickelt. Bei "Basic" sind die Anforderungen zum Geschäftsplan reduziert worden. Die Teilnehmer müssen lediglich eine fünfseitige prägnante Beschreibung und eine Kalkulation ihrer Geschäftsidee liefern.
Geld- und Sachpreise
Auf die Sieger warten Geldpreise bis zu 15 000 Euro, wertvolle Sachpreise sowie Workshops zu gründerspezifischen Themen. Auf jeden Fall aber erhalten alle Teilnehmer ein individuelles schriftliches Feedback zu den Stärken und Schwächen ihrer Planung.
300 innovative und erfolgversprechende Ideen aus dem Basic-Wettbewerb werden bundesweit ausgewählt, und die Gründer erhalten die Chance, ihren dann umfassenden Geschäftsplan für "Start-Up-Classic" einzureichen. Und noch etwas Neues: Erstmals werden im Juni 2002 Persönlichkeiten aus der Gründer- und Wirtschaftsszene für ihren unternehmerischen Erfolg mit dem Deutschen Gründerpreis der Start-Up-Initiative ausgezeichnet.
Ansprechpartner für den Gründungswettbewerb sind bei der Sparkasse Kamp-Lintfort Olaf Lazar (Tel. 02842/910-402), bei der Sparkasse Moers Manfred Maicher (02841/206-241), bei der Sparkasse Neukirchen-Vluyn Michael Darda (02845/393-115) und bei der Sparkasse Rheinberg Wolfgang Hoffmann (02843/177-117).
Handbuch für Teilnehmer
Anmeldeunterlagen liegen auch in den Geschäftsstellen der örtlichen Sparkassen aus. Jeder registrierte Teilnehmer erhält für eine Schutzgebühr ein Handbuch mit EDV-Kalkulationssoftware. Letzter Abgabetermin für den Basic-Wettbewerb ist der 15. November 2001; für "Start-Up-Classic" müssen die Unterlagen bis zum 31. Januar 2002 eingereicht sein. Infos für Internetnutzer: